Chefarzt Zentrum für Minimal Invasive Chirurgie - Prof. Dr. med. Ernst Kraas
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Häufige Fragen zum Leistenbruch:

Wie entsteht eigentlich ein Leistenbruch?
Warum haben Männer häufiger einen Leistenbruch als Frauen?
Kann ein Leistenbruch gefährlich werden?
Welche Alternativmethoden stehen mir zur Verfügung?


Mein Hausarzt hat mir eine Operation empfohlen:

Welche Methoden stehen zur Verfügung?
Ich bin schon an einem Leistenbruch voroperiert. Kann ich auch mit der minimal-invasiven Methoden operiert werden?

Zur Operation:

Was muß ich mitbringen?
Wie lange muß ich im Krankenhaus bleiben?
Wie lange dauert die Operation?
Was wird operiert? Wie wird operiert?

Verhaltensweise nach der Operation:

Wie darf ich mich belasten? Wann darf ich wieder Sport treiben?


Wie entsteht eigentlich ein Leistenbruch?

Ein Leistenbruch ist ein Loch in der Bauchwand, durch welches sich Baucheingeweide vorwölben können. Dieses Loch befindet sich in einem muskelfreien Dreieck. Deshalb kann ein Leistenbruch durch Muskeltraining weder verhindert noch beseitigt werden. Ein Leistenbruch entsteht nicht durch übermäßige körperliche Belastung, sondern bedeutet eine Schwäche des Bindegewebes an dieser Stelle.

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Warum haben Männer häufiger einen Leistenbruch als Frauen?

Beim Mann wandert der Hoden vor der Geburt aus dem Bauchraum in den Hodensack. Dadurch entsteht natürlicherweise eine Schwachstelle in der Leistenregion. Wenn außerdem eine Bindegewebsschwäche vorliegt, kann sich leicht ein Leistenbruch entwickeln.

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Kann ein Leistenbruch gefährlich werden?

Ja - aber glücklicherweise sehr selten. Gefahr droht, wenn sich die Schwellung (Bruchgeschwulst) nicht mehr zurückdrücken läßt und schmerzt. Dann sollten Sie sofort, auch nachts und am Wochenende, einen Arzt aufsuchen oder sich umgehend in unserer Rettungsstelle vorstellen. Um dieser Gefahr aus dem Wege zu gehen, empfehlen wir die frühzeitige Operation sobald ein Leistenbruch irgendwelche Schmerzen bereitet oder als unschöne Beule in der Leiste erscheint.

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Welche Alternativmethoden stehen mir zur Verfügung?

Es gibt keine Alternative zu einer Operation. Das früher oft verschriebene Bruchband ist unbequem und kann einen Leistenbruch nicht beseitigen. Es ist damit zur Behandlung ungeeignet.

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Mein Hausarzt hat mir eine Operation empfohlen:

Welche Methoden stehen zur Verfügung?

Bei der herkömmlichen Methode wird die Bruchlücke nach einem ca. 10 cm langem Hautschnitt durch eine Naht verschlossen. Eine anschließende körperliche Schonung von 6 - 10 Wochen soll den Erfolg der Operation sicherstellen.

Auch minimal-invasiv („Schlüssellochchirurgie") ist eine Versorgung des Leistenbruchs möglich. Der Vorteil dieses Operationsverfahrens besteht vor allem darin, dass eine Einschränkung der Belastbarkeit nach Operation nicht notwendig ist. Sie können sich nach Entfernung des Nahtmaterials wie gewohnt körperlich belasten. Natürlich kommen auch alle weiteren Vorteile der minimal-invasiven Chirurgie zum Tragen wie kleinere Operationswunden, somit geringeres Infektionsrisiko, weniger Schmerzen nach der Operation und eine schnellere Erholung nach kürzerem Aufenthalt im Krankenhaus.

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Ich bin schon an einem Leistenbruch voroperiert. Kann ich auch mit der minimal-invasiven Methoden operiert werden?

Ja. Gerade bei einem Leistenbruchrezidiv ist die minimal-invasive Methode wegen den geringen operationstechnischen Problemen und der guten Übersicht von Vorteil.

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Zur Operation:

Die Operation kann ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Wenn die Operation ambulant durchgeführt werden soll, muss gewährleistet sein, dass zu Hause der/die Patient/in nicht alleine lebt sondern jemand zumindest am ersten Tag nach der Operation als Begleitung da ist.

Wenn die Operation stationär geplant ist:

Was muß ich mitbringen?

Alle üblichen Toilettenartikel und Wechselkleidung wie für einen Kurzurlaub.

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Wie lange muß ich im Krankenhaus bleiben?

Im Normalfall dauert der stationäre Krankenhausaufenthalt ca. 1 - 3 Tage.

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Wie lange dauert die Operation?

Die Operation in Vollnarkose dauert ca. 1 Stunde.

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Was wird operiert? Wie wird operiert?

Das Ziel der Operation ist der Verschluß der Bruchlücke und die Verstärkung der Hinterwand des Leistenkanals. Dieses Ziel kann sowohl durch eine spezielle Nahttechnik (offene Operation nach Shouldice) wie auch durch die Einlage eines Kunststoffnetzes (offene Operation in der Technik nach Lichtenstein oder minimal-invasive „Schlüsselloch"-Operation) erreicht werden. Nur im Kindesalter und bei Patienten, die auf keinen Fall ein Kunststoffnetz haben wollen, führen wir die offene Operation nach Shouldice durch. Ansonsten operieren wir einen Leistenbruch in minimal-invasiver Technik auf welche wir spezialisiert sind. Bei Patienten, die eine Allgemeinnarkose ablehnen, oder lieber in Lokalanästhesie operiert werden wollen, wenden wir die Operationstechnik nach Lichtenstein an.

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Verhaltensweise nach der Operation:

Wie darf ich mich belasten? Wann darf ich wieder Sport treiben?

Nach einer Operation in minimal-invasiver Operationstechnik mit Einlage eines Kunststoffnetzes können Sie sich nach Entfernung des Nahtmaterials wieder wie gewohnt belasten. Ansonsten ist eine Einschränkung der körperlichen Belastung für mindestens 3 Wochen notwendig.

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